Datum: 28.10.2008
, Kategorie:
Kunden
Wir arbeiten seit über zehn Jahren im und mit dem Internet. Die meisten geschäftlichen Absprachen betreffen selten größere Beträge und erfolgen formlos per E-Mail. Die Sache ist ja auch meist klar. Kunde schickt seine Liste mit Anforderungen, wir antworten mit Kostenvoranschlag, Kunde bezahlt, und wir erbringen die Leistung. Einfacher geht’s kaum noch.
Ab und zu tauchen in E-Mails dann jedoch merkwürdig deplatzierte Sätze wie diese auf.
Könnten Sie mir noch ein rechtsverbindliches Angebot auf Ihrem Geschäftspapier zukommen lassen?
Ein anderer schloss seine E-Mail, die einige Fragen zu einem Script beinhaltete, mit folgenden Worten ab:
Besten Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme.
Wird Zeit, dass die Leute im Hier und Jetzt ankommen. 1950 ist schon etwas länger vorbei.
Meine Kunden werden meist ab der 2. Mail lockerer... allerdings habe ich auch schon Anfragen gehabt, da hab ich mir überlegt, wo der die letzten 10 Jahre war.
Aber solange der Kunde zahlt ... sieze ich ihn auch in der Mail und schreibe auch schön "Sehr geehrter Herr..." und "Mit freundlichen Grüßen" unter die Mail, wenn gewünscht.
Aber verbindliche Angebote gibts bei mir keine - nicht mal per Mail.
Biggi
Im ersten Fall war anfangs alles locker - per E-Mail und per Telefon. Dann aber noch für die paar Kröten ein Anschreiben fertig machen, ausdrucken und abschicken zu müssen...
Im zweiten Fall war die E-Mail ellenlang mit umständlich formulierten Aussagen und Fragen zur Funktionsweise des Scripts. Der letzte Satz war dann nur noch das "Sahnehäubchen".
Den Leuten wird doch überall gesagt: Eine e-Mail ist kein rechtsverbindliches Dokument wie ein Fax oder ein Brief! Dafür wollte doch Frau Merkel schon die D-Mail einführen damit eine e-Mail diesen Status erreichen wird, bis eine solche Regelung "durch" ist wird es auch wohl weiterhin solche Mails geben.
Gruß,
Jens!
Bei abgrenzbaren Projekten machen wir ausschließlich Festpreise. Für den Kunden gibt es deshalb keine bösen Überraschungen hinterher. Das fertige Produkt wird dann auf einem Staging-Server präsentiert. Der Kunde kann alles testen und Änderungswünsche mitteilen. Danach bekommt er die Rechnung und nach Zahlungseingang das fertige Produkt. So gibt's auch für uns keine bösen Überraschungen. Hat sich jahrelang bewehrt.
Zeit ist kostbar und das Aufsetzen, Drucken und Absenden eines Angebots auf Papier verschlingt mehr Zeit, als eine flink per E-Mail verschickte Vereinbarung.